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Tragsicherheit von bestehenden Betonbauwerken

Bestandsbauwerke wie z. B. Betonbrücken sind während ihrer Nutzungsdauer mechanischen Degradationsprozessen unterworfen, die in Kombination mit den inhärenten Defiziten der Bauwerke bemerkbare Änderungen des Bauwerkszustandes (Schädigungen) verursachen. Zusätzlich können erhöhte Betriebsbeanspruchungen auftreten, die gemeinsam mit den Schädigungen eine möglichst genaue Bewertung der Tragsicherheit (Resttragfähigkeit und Vorankündigungsverhalten) erfordern. In einem abgeschlossenen Promotionsprojekt innerhalb des Graduiertenkollegs 2075 wurden Ansätze zur Bewertung der Resttragfähigkeit von Betonbauteilen unter Berücksichtigung der mechanischen Degradation entwickelt. Aufbauend darauf soll die Tragsicherheit von Bestandsbauwerken untersucht werden.

Ziel dieses Promotionsprojektes ist die Entwicklung einer Methode zur Bewertung der Tragsicherheit gealterter Stahl- und Spannbetonbauwerke. Dazu soll die Resttragfähigkeit auf Tragwerksebene (Systemebene) unter Berücksichtigung unterschiedlicher Schädigungsgrade (geschädigte Teilsysteme) mit besonderer Einbeziehung von Systemeinflüssen (Umlagerungsmöglichkeiten, noch nicht aktivierte Tragreserven etc.) mithilfe von modelltheoretischen und numerischen Untersuchungen erforscht werden. Darauf aufbauend soll eine Analyse der Versagensvorankündigung durch einen Vergleich der Resttragfähigkeiten unterschiedlicher Schädigungsgrade erfolgen. Zum Abschluss sollen unterschiedliche Tragwerkssysteme und Schädigungsszenarien mit der entwickelten Methode untersucht und bewertet werden.

Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Graduiertenkollegs 2075

Förderdauer/Laufzeit: 2019 - 2020

Ansprechpartner: Johannes Rathgen, M.Sc.

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