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Schubtragfähigkeit von ultrahochfesten faserbewehrten Betonergänzungen auf normalfesten Betonoberflächen für Verstärkungs- und Instandsetzungsmaßnahmen

Zur praxis- und ausführungsgerechten Ertüchtigung bzw. Verstärkung von biegebeanspruchten Betonbauteilen kann beispielsweise eine auf der Bauteiloberseite nachträglich aufgebrachte Ortbetonergänzung eingesetzt werden. Bei neueren Verstärkungsmaßnahmen im Ausland wird als Aufbeton anstatt eines normalfesten Betons (NSC) ein ultrahochfester Faserbeton (UHPFRC) verwendet. Aufgrund der sehr hohen Druckfestigkeit des UHPFRC kann die Dicke der Aufbetonschicht und damit das zusätzliche Eigengewicht sehr gering gehalten werden. Die zugegebenen Mikrostahldrahtfasern sorgen neben einer Steigerung des Tragwiderstands und der Steifigkeit für eine erhöhte Dauerhaftigkeit und verbesserte Gebrauchstauglichkeit.

Um das große Potenzial und die enorme Leistungsfähigkeit einer UHPFRC-Aufbetonergänzung als Verstärkungs- und Instandsetzungsmaßnahme in der Baupraxis nutzen zu können, sollen im Forschungsvorhaben auf Basis der in der Fachliteratur vorhandenen Versuche und eigenen Versuche eine Datenbank aufgebaut werden, aus der – nach einem Abgleich mit bestehenden normativen Ansätzen für normal- und hochfesten Beton – ein praxisgerechter Berechnungsansatz zur Schubkraftübertragung in Betonverbundfugen zwischen ultrahochfestem faserbewehrten Aufbeton und normalfestem Altbeton ohne Fugenbewehrung erarbeitet wird.

Projektträger: Deutscher Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb)

Förderdauer/Laufzeit: 2020

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Vincent Oettel

 

 

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