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Prognose der Auswirkungen des Klimawandels auf die Verkehrsinfrastruktur

Der erwartete Klimawandel wird in den nächsten Dekaden in den unterschiedlichsten Lebensbereichen immer deutlicher zutage treten. Die Prognosen der Auswirkungen des Klimawandels deuten auf eine signifikante Zunahme extremer Wetterereignisse mit höheren Temperaturen, größeren maximalen Windgeschwindigkeiten und Starkregen. Dies führt zu erhöhten Einwirkungen und Beanspruchungen bei Bauwerken, die sich auf die Verkehrssicherheit, Gebrauchstauglichkeit, Dauerhaftigkeit und Standsicherheit der Bauwerke auswirken können. Dieses Problemfeld wird im vorliegenden Forschungsvorhaben näher untersucht.

Das Projekt „Abgleich meteorologischer Messgrößen an Bundesfernstraßen mit Rasterdaten von Klimaprojektionen“ (BASt, FE 15.0507/2011/GBR) befasst sich mit der Entwicklung von Algorithmen, um Rasterwerte aus regionalen Klimamodellen (Projektionen für den Klimawandel) auf die Verhältnisse am Straßenkörper bzw. an Verkehrsinfrastrukturen berechnen zu können. Dabei erfolgt eine Beschränkung auf die Parameter Temperatur und Niederschlag. Innerhalb des Forschungsvorhabens soll geklärt werden, ob durch den Klimawandel Beanspruchungsgrenzen im Straßenaufbau oder bei Ingenieurbauwerken überschritten werden. Dies soll für Bundesfernstraßen im gesamten Bundesgebiet betrachtet werden.

Es werden Prognosen für folgende Verkehrsinfrastrukturelemente durchgeführt:

  • Brückenbauwerke unterschiedlicher Bauart,
  • Straßenbeläge (Asphalt, Beton etc.) und
  • Entwässerungseinrichtungen an Straßen.

Das Forschungsprojekt wird federführend vom Büro für Umweltbewertung (Gießen) realisiert. Vom iBMB wird der Aufgabenteil „Prognose der Auswirkungen des Klimawandels auf die Verkehrsinfrastruktur auf der Grundlage meteorologischer Daten (Temperatur und Niederschlag)“ bearbeitet. Die hierzu erforderlichen Klimadaten werden von den Projektpartnern zur Verfügung gestellt.

Projektträger: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), Bergisch Gladbach, www.bast.de

Kooperationspartner: Büro für Umweltbewertung Gießen (Federführung), Institut für Meteorologie und Klimatologie der Universität Hannover

Förderdauer / Laufzeit: 2012 - 2014

Ansprechpartner iBMB: Dr.-Ing. Alexander Holst

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